„Mein kleines Universum"
Sandra Kuntze erzählt ihre Geschichte
Sandra Kuntze lebt seit 2021 in Duisburg-Ungelsheim – und hat hier mehr gefunden als eine Wohnung. Eine Geschichte über Neuanfänge, generationsübergreifende Nachbarschaft und die Kraft kleiner Dinge.

Ein Leben zwischen Menschen – die Bank, die alles bedeutet
Wenn Sandra Kuntze morgens die Fenster öffnet, beginnt für sie der schönste Teil des Tages. Der Blick ins Grüne, die frische Luft, die Vögel, die sich bereits ab 6:30 Uhr an ihrem Futterplatz bedienen. „Das ist meine Zeit", sagt sie.
Ein zentrales Symbol für ihre Geschichte ist ein Möbelstück: eine massive Holzbank, einst ihr Bett. Dieses begleitet Frau Kuntze seit ihrer Jugend. „Kein Umzug ohne die Bank", sagt sie. Heute steht das Möbelstück in ihrer Wohnung – ein stilles Zeugnis ihrer Geschichte.
Heimat ist auch da, wo meine Bank ist.

Von der Verzweiflung zur neuen Heimat – ein neuer Anfang in Ungelsheim
Bevor sie in ihre jetzige Wohnung zog, hatte Sandra Kuntze eine schwere Zeit zu überstehen. Eine Beziehung war gescheitert, sie stand plötzlich ohne Möbel und Wohnung da. In ihrer Not rief sie bei der Rheinwohnungsbau an und stieß auf offene Ohren. „Das war meine Rettung", sagt sie rückblickend.
Die angebotene Wohnung wurde derzeit kernsaniert, sie konnte sie sofort besichtigen und wusste direkt: Das ist mein neuer Anfang. Schon als Kind wohnte sie sechs Jahre im Quartier. „Das ist meine Perle", sagt sie noch heute.
Familie im Quartier – eine besondere Fügung
Ihr Sohn und ihre schwangere Schwiegertochter ziehen bald ebenfalls nach Ungelsheim – in die ehemalige Wohnung der Großeltern von Frau Kuntze. „Das ist fast nicht zu glauben", sagt sie. „Die Wohnung wurde vergrößert und saniert, und jetzt wird dort mein Enkel aufwachsen."


Die Kraft des Kleinen – mein kleines Universum
In einer Zeit, in der die Nachrichten oft bedrückend sind, findet Frau Kuntze Halt in ihrem persönlichen Umfeld. Ihr Hochbeet, das sie über die Mieterzeitung bei der Rheinwohnungsbau angefragt und erhalten hat, verbindet Nachbarn. Tomaten, Kräuter, Erdbeeren: „Das verbindet", sagt Sandra Kuntze.
„Das hier ist mein Nest", sagt sie. Und man glaubt es sofort. „Einfach machen. Rausgehen. Grüßen. Reden. Dann wird alles etwas leichter."